25. Januar 2007Ertragssteuern

Begünstigung für nicht entnommene Gewinne (§ 11a EStG)

VfGH hebt Ausschluss der Einkünfte aus selbständiger Arbeit (§ 22 EStG) von der Begünstigung für nicht entnommene Gewinne (§ 11a EStG) mit Wirkung aber der Veranlagung 2007 auf! Ab dem Veranlagungsjahr 2007 können sämtliche Steuerpflichtige, die Einkünfte aus selbständiger Arbeit beziehen (also auch Freiberufler), nicht entnommene Gewinne begünstigt versteuern. Dies ist die Konsequenz einer am 23.1.2007 veröffentlichten Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes vom 6.12.2006 (G 151/06 - 8), sofern der Gesetzgeber keine völlige Veränderung des Steuersystems vornimmt. Der VfGH hat die bisherige gesetzliche Bestimmung, wonach die steuerliche Begünstigung für nicht entnommene Gewinne auf Bezieher von Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft sowie aus Gewerbebetrieben beschränkt war, als verfassungswidrig aufgehoben. Der Verfassungsgerichtshof begründet seine Aufhebung damit, dass diese Beschränkung unsachlich war. (Quelle: KWT)