30. November 2007Sonstige Abgaben

Werbeabgabe bei Sportvereinen

Erlass des BM für Finanzen vom 14. März 2001, GZ 14 0673/2-IV/14/01 Betr.: Werbeabgabe bei gemeinnützigen Sportvereinen und politischen Parteien

Zur Erreichung einer einheitlichen Vorgangsweise bezüglich der Werbeabgabe im Zusammenhang mit gemeinnützigen Sportvereinen und politischen Parteien gibt das BM für Finanzen folgende Vereinfachungsregelungen bekannt:

A) Gemeinnützige Sportvereine 1. Ist der Veranstalter (und Werbeleister) ein gemeinnütziger Sportverein, dann ist die vom Veranstalter veranlasste oder geduldete Werbung bei internationalen Sportgroßereignissen nicht werbeabgabenpflichtig, weil davon auszugehen ist, dass die Werbeadressaten überwiegend im Ausland sind. 2. Bei unmittelbaren Sponsorleistungen an Sportvereine und an in § 176 Absatz 1 Ziffer 7 ASVG genannten Körperschaften (Feuerwehren, Bergrettung und ähnlichen Organisationen) ist von keiner steuerpflichtigen Werbeleistung des Sportvereines bzw. der Körperschaft auszugehen, wenn ein Paket von Leistungen umfasst ist, in dem neben an sich steuerpflichtigen Leistungen (Werbetafeln, Dressenaufschrift uä.) auch nicht steuerpflichtige Leistungen enthalten sind, z.B. Autogrammstunden, Werbedurchsagen, Freikarten, Auftritte und ähnliches.

B) Politische Parteien: 1. Jede Landespartei hat beim für sie zuständigen Finanzamt eine Steuernummer zu beantragen. 2. Die einzelnen Orts- und Bezirksparteien haben die Werbeabgabe, soweit die (Jahres-) Bagatellgrenze überschritten wird, unter der Steuernummer der Landespartei zu entrichten. 3. Die einzelnen Orts- und Bezirksparteien haben die Bemessungsgrundlagen und die entrichtete Werbeabgabe der Landespartei mitzuteilen. Die Erstellung und Einreichung der Jahresabgabenerklärung erfolgt durch die Landespartei.